Zu Presseberichte und Rezensionen
»Ferdinand Piëch. Techniker der Macht« Ferdinand Piëch gilt als »der Automanager des Jahrhunderts«. Bereits
sein Großvater Ferdinand Porsche, der berühmte Konstrukteur, hat mit dem VW-Käfer
Automobilgeschichte geschrieben. Heute regiert der Enkel als Vorstandsvorsitzender der
Volkswagen AG über ein weltumspannendes Reich der Marken: VW, Audi, Seat, Skoda, Bentley,
Bugatti, Lamborghini, Scania. Mit einer beispiellosen Produktoffensive soll der
Volkswagen-Konzern in die Weitspitze vorstoßen: profitabler als Chrysler, größer als
Toyota, besser als Daimler. Von Beruf »Porsche-Enkel«, das war für ihn kein
Lebensziel. Sein Ehrgeiz zwingt ihn zu mehr: Er will immer der Erste sein - beim
Drei-Liter-Auto wie beim Achtzehn-Zylinder. Sogar den Markt der exklusiven Luxuslimousinen
will der Herr der Käfer dominieren. Den Blick nach ganz oben gerichtet, so verlief
Piëchs Karriere. Angefangen hat er 1963 als Sachbearbeiter im Motorenversuch bei Porsche,
1972 wechselte er zu Audi, wo er es bis zum Vorsitzenden brachte, um dann 1993 als VW-Chef
die Führung des Gesamtkonzerns zu übernehmen. Jürgen Grässlin zeichnet diesen eindrucksvollen
Aufstieg nach, bei dem der Automann einige herbe Rückschläge einstecken musste. Was
macht den einzigartigen Erfolg dieses Topmanagers aus? Welcher Mittel und Methoden
bediente sich Ferdinand Piëch? Mit Geschick und Härte hat er sich in der
Führungsspitze durchgesetzt - über 30 Vorstände bei Porsche, Audi und VW nahmen ihren
Hut. Mit allen Mitteln bedrängte er die Konkurrenz - selbst wenn es dazu der Praktiken
eines José Ignacio López bedurfte. General Motors sah sich davon so sehr provoziert,
dass der US-Konzern VW der Industriespionage bezichtigte. Um ein Haar hätte Ferdinand
Piëch wegen der Affäre zurücktreten müssen. Aber noch hat ihn niemand bezwungen. Im
Gegenteil: Sogar Minister und der Bundeskanzler beeilen sich, ihm zu Willen zu sein. Darin
erweist sich Piëchs Talent: Er ist vor allem ein genialer Techniker der Macht. Hautnah schildert Jürgen Grässlin den
Spitzenmanager. Dabei kann er sich nicht nur auf viele Gespräche mit Menschen aus Piëchs
direktem Umfeld, mit Weggefährten wie mit Kritikern stützen, sondern auch auf
vertrauliche und brisante Unterlagen. Ein packendes Porträt. Jürgen Grässlin, geboren 1957, beschäftigt sich
seit vielen Jahren mit der Macht der Manager an der Spitze von Großkonzernen. Er ist
Autor mehrerer Bücher über die Automobil- und Rüstungsindustrie. Sein Buch Jürgen E.
Schrempp. Der Herr der Sterne stand monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und ist
in mehrere Sprachen übersetzt. Jürgen Grässlin lebt in Freiburg. 400 Seiten, Droemer-Verlag München 2000, ISBN
3-426-27182, 44.90 DM |