Presseerklärung »EADS-Hauptversammlung
des Rüstungsriesen: DFG-VK weitet Protestaktion
gegen DaimlerChrysler/EADS aus!« vom 04.05.2006
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»EADS-Hauptversammlung des Rüstungsriesen:
DFG-VK weitet Protestaktion gegen DaimlerChrysler/EADS
aus!«
Frankfurt/Essen
Sehr geehrte Damen und Herren,
die heute in Amsterdam stattfindende Jahreshauptversammlung des europäischen Rüstungsriesen European Aeronautic Defence and Space
Company (EADS) nimmt die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zum Anlass, um auf die vor
kurzem gestartete Protestpostkartenaktion »Weiterdenken! DaimlerChrysler Abrüsten!« im Rahmen der »Schritte-zur-Abrüstung-Kampagne«
hinzuweisen.
»Auch nach der angekündigten Reduzierung des Aktienpakets bei der EADS wird DaimlerChrysler - mit riesigem Abstand - Deutschlands
größter Rüstungsproduzent und Waffenexporteur bleiben«, stellt der DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin fest. Daimler/EADS
produziert u.a. Militärflugzeuge, Kampfhubschrauber sowie Trägersysteme für Atomwaffen und ist über Beteiligungen auch in die
Produktion von Streumunition bzw. Streumunitionswerfern involviert. Insbesondere die Produktion von Streumunition sei scharf zu
kritisieren. Hierzu Grässlin: »An den Händen der Daimler-Vorstände klebt das Blut der Opfer der Daimler/EADS-Waffen, die in
Kriegsgebieten in aller Welt zur Einsatz kommen.«
Stattdessen müssen wir in dem am 11. April in Berlin den Aktionären vorgestellten DaimlerChrysler-Geschäftsbericht 2005 unter der
Überschrift geschäftsfeld-übergreifende Aktivitäten lesen: »Der wirtschaftliche Erfolg von DaimlerChrysler gründet auf dem
Vertrauen der Menschen in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist. Deshalb haben wir die ökonomische, ökologische und
gesellschaftlich-soziale Verantwortung fest in unserer Unternehmensstrategie verankert. Wir sind davon überzeugt, dass
unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören, dass Wertschöpfung immer Werteorientierung im
gesellschaftlichen Raum voraussetzt. Diese Grundsätze bestimmen unser Handeln.« Ob das die Opfer von
Daimler/EADS-Streumunitionskörpern genauso sehen?
Bekannte Hilfsorganisationen haben bereits ihre Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler aufgekündigt. Prominente, wie z.B. die
Tagesthemen-Moderatorin Anne Will, üben sich in Kaufenthaltung und gehen öffentlich auf Distanz zum Konzern. Hierzu Grässlin:
»Entweder die DaimlerChrysler AG verkauft ihre Aktienanteile beim Rüstungsriesen EADS oder Mercedes-Kunden in aller Welt werden
Konsequenzen ziehen. Dafür wird die DFG-VK mit einer breit angelegten Informations- und Aufklärungskampagne sorgen.« Beachten Sie
die beigefügte Protestpostkarte.
Kontakt: DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin, Mob. 0170 - 611 37 59
DEUTSCHE FRIEDENSGESELLSCHAFT - VEREINIGTE
KRIEGSDIENSTGEGNERINNEN (DFG-VK)
Joachim Thommes, Politischer Geschäftsführer der DFG-VK
Postanschrift: Bundesgeschäftsstelle der DFG-VK,
Kasseler Strasse 1a, 60486 Frankfurt/M.
Sekretariat Essen: 0201-2696901 / -2 Fax, Mob.: 0171-41 65 746,
E-Mail: thommes@dfg-vk.de;
Homepage: www.dfg-vk.de;
ww.schritte-zur-abruestung.de;
www.bertha-von-suttner-preis.de
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