Verlagswerbung
zum Buch
»Lizenz zum Töten? Wie die Bundeswehr Die Bundeswehr, nach allseitigem Konsens jahrzehntelang eine
reine Verteidigungsarmee, wird heute in eine schlagkräftige Interventionsmacht
verwandelt. Um das Ziel einer breiten Akzeptanz und Legalität weltweiter Kampfeinsätze
zu erreichen, wurde eine besondere Taktik angewandt: Ersten »humanitären
Friedensmissionen« folgten Out-of-Area-Einsätze im Persischen Golf, in Somalia, in
Kroatien und Bosnien. Zur Durchsetzung spezieller Interessen Deutschlands, wie z. B.
der Sicherung des Wohlstandes, der Rohstoffzufuhr und der Flüchtlingsabwehr, werden in
kommenden Kriegen auch Bundeswehrsoldaten eingesetzt. Die neue »Normalität« sind
Kampfeinsätze in allen Regionen der Welt. Der Prozess der Abrüstung wird pervertiert, indem die Zahl der
Altwaffen reduziert und stattdessen für 150 Milliarden DM eine qualitativ hoch stehende
Generation von High-Tech-Waffen beschafft wird. Mit der früheren Verteidigungsarmee hat
die neue Bundeswehr nur noch den Namen gemeinsam. Das vorliegende Buch beschäftigt sich gezielt mit folgenden
Fragen: Welche Ziele verfolgen Bundesregierung und militärische
Führung? Inwiefern wird die Öffentlichkeit über die neuen Bundeswehraufgaben
getäuscht? Welche Kosten verursacht die Neubewaffnung? Auf welches Risiko lassen sich die
jungen Männer ein, die jetzt zur Bundeswehr gehen? Und: Wie sieht das zivile
Alternativmodell »FÜNF FÜR FRIEDEN« aus? Jürgen Grässlin, geboren 1957, gilt als »Deutschlands wohl
prominentester Rüstungsgegner« (Der Spiegel). Er ist Vorsitzender des
Rüstungs-Informationsbüros Baden-Württemberg (RIB e.V.) und Sprecher der Kritischen
AktionärInnen Daimler-Benz (KAD). Jürgen Grässlin lebt in Freiburg. 416 Seiten, Knaur-Verlag München 1997, ISBN- 3-426-80081, 16.90
DM
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