Einladung zum Vortrag
»Kleine Waffen, große Wirkung.
Unrühmliche Rolle Deutschlands«
in Karlsruhe am 29.03.2007 von ka-news.de


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»Kleine Waffen, große Wirkung.
Unrühmliche Rolle Deutschlands«

Karlsruhe - Über die Diskussion um die Ausbreitung von Atomwaffen wird häufig vergessen, dass so genannte Kleinwaffen eine wesentlich größere Rolle spielen als Großwaffensysteme. Die Karlsruher Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) hat zu dieser Thematik am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr im Bonhoeffer-Haus, Gartenstr. 29a, eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung organisiert.

Referent ist Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK, Sprecher des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) und Autor zahlreicher Bücher über die Rüstungs- und Automobilindustrie.

Vor allem in den Kriegen und bewaffneten Konflikten in Afrika, Asien sowie im Nahen und Mittleren Osten wurden in den letzten Jahren Millionen von Menschen durch Kleinwaffen verletzt, verstümmelt oder getötet. Durchschnittlich werden laut DFG-VK lediglich fünf von 100 toten oder verletzten Zivilisten durch Großwaffensysteme, 95 dagegen von Kleinwaffen getroffen. Zu den Kleinwaffen zählen Pistolen, Maschinenpistolen, Schnellfeuer- und Maschinengewehre, tragbare Raketenwerfer oder Mörser.

Nach Angaben der DFG-VK befinden sich schätzungsweise mehr als 550 Millionen solcher Kleinwaffen derzeit im weltweiten Einsatz. Als »Killerwaffe« Nummer 1 gilt das Gewehr, durch dessen Einsatz rund 63 Prozent aller Opfer verletzt oder getötet werden, so die Schätzung des Internationalen Komitees des Roten K reuzes. Deutschland spielt als eine der führenden Hersteller- und Exportnationen, aber auch als Lizenzgeber von Kleinwaffen hierbei eine unrühmliche Rolle. (ps/unc) www.ka-news.de/karlsruhe