Infos zum Buch »Das Daimler-Desaster.
Vom Vorzeigekonzern zum Sanierungsfall?«
(Hardcover-Ausgabe)
Zur Bibliografie
Zu Presseberichte, Interviews und
Rezensionen zum Buch
Zu Bestsellerplatzierungen zum Buch
Zu Lesungen und Veranstaltungen zum Buch
Zu Textauszüge aus dem Buch
Zu Artikel zur Daimler AG, zur DaimlerChrysler AG, Dieter Zetsche und Jürgen E. Schrempp
Zu English
Texts to the book

Foto: Jürgen Grässlin
Der Neudenauer Spediteur Gerhard Schweinle und sein Mitarbeiter Kai-Uwe Teich wurden nach einem Fehlurteil des
Landgerichts Stuttgart wegen vermeintlichen Betrugs an der DaimlerChrysler AG bei so genannten
»Graumarktgeschäften« für zweieinhalb bzw. zwei Jahre in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim
inhaftiert. Einer der Zeugen, der gegen Schweinle ausgesagt hatte, war der damalige Mercedes-Vertriebsvorstand
und heutige Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Der Bundesgerichtshof Leipzig sprach Schweinle und
Teich vom Betrugsvorwurf gegen DaimlerChrysler frei. Daraufhin erstattete der Spediteur Schweinle Strafanzeige
gegen Zetsche und andere. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft verweigerte die Einleitung eines
Ermittlungsverfahrens gegen Zetsche. Siehe hierzu Kapitel 5 und 6 des Buches
»Das Daimler-Desaster«.
Im Dezember 2006 stellte ich Strafanzeige gegen Daimler-Chef Zetsche und mehrere Mercedes-Mitarbeiter und
-händler wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage bzw. des Meineids, des Betrugs und der Untreue im o.g. Graumarktskandal. Zugleich ließ ich der
Staatsanwaltschaft Stuttgart umfassendes vertrauliches Dokumentationsmaterial über die jahrelang systematisch betriebenen Graumarktgeschäfte in der Ära
des damaligen Vertriebsvorstands Zetsche zukommen. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile die Ermittlungen gegen Zetsche und andere Daimler-Manager
aufgenommen.
Die neuesten Rechercheergebnisse sowie vertrauliche Daimler-Dokumente habe ich im aktuellen
»Abgewirtschaftet? Das Daimler-Desaster geht weiter«
(Knaur Verlag München 2007, ISBN 3-426-77977-3, € 9,95) publiziert.
Verlagswerbung zum
Buch

»Das Daimler-Desaster.
Vom Vorzeigekonzern zum
Sanierungsfall?«
Intrigen,
Geschäftemacherei und Machtpoker in der Daimler-Welt war nichts unmöglich.
Jürgen Grässlin, »Daimlers schärfster Widergänger« (Der Spiegel), deckt die
Verantwortung des Top-Managements für den Niedergang des ehemaligen deutschen
Vorzeigekonzerns auf. Eine Hintergrundstory mit allen Zutaten eines Wirtschaftsthrillers
Sprengstoff pur für Daimler!
Der Chef von
DaimlerChrysler geht, und die Aktie steigt sprunghaft an Wert nicht besonders
schmeichelhaft für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp. Eine solche
Häufung von Pannen, wie Schrempp und sein Aufsichtsratsvorsitzender Hilmar Kopper sie zu
verantworten haben, dürfte in der deutschen Firmengeschichte allerdings nahezu einmalig
sein: die teure Fusion mit Chrysler, die gescheiterte Allianz mit Mitsubishi, das
Milliardendefizit beim Smart, die Qualitätsmängel bei Mercedes und und und.
Überall sollte
DaimlerChrysler mitspielen: Im »High-End Luxussegment« trat der Mercedes Maybach gegen
Rolls-Royce und Bentley an, auf dem Kleinwagenmarkt sollte der Smart die Konkurrenz das
Fürchten lehren. Dumm nur, dass andere das Geschäft offenbar besser verstanden. Über
diesen abenteuerlichen Expansionsplänen, mit denen das Unternehmen zur »Welt AG«
gemacht werden sollte, wurden seine eigentlichen Tugenden sträflich vernachlässigt
mit der Folge, dass die Kernmarke Mercedes-Benz schwer angeschlagen ist.
Zum ersten Mal schildert
Jürgen Grässlin jetzt die Hintergründe des Daimler-Desasters und stellt höchst
unangenehme Fragen:
Wie steht es in
Wahrheit um DaimlerChrysler?
Welchen Anteil haben
der Aufsichtsratschef Hilmar Kopper und der Vorstandsvorsitzende am Daimler-Desaster?
Haben die
Aufsichtsräte versagt?
Gab es
Insidergeschäfte?
Kann der neue
Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche unbelastet an die Aufgabe herantreten, den Konzern zu
sanieren?
Mittlerweile ermittelt die
Staatsanwaltschaft gegen DaimlerChrysler. »Grässlin ist die Schlüsselfigur in dem
Verfahren, das zu einer großangelegten Razzia führte«, schrieb die Stuttgarter Zeitung.
Der Vorwurf: Verdacht auf Insidergeschäfte. Aber das ist längst nicht alles. Bei seinen
Recherchen ist Jürgen Grässlin auf systematisch betriebene Graumarktgeschäfte
gestoßen, und es gibt Indizien dafür, dass Spitzenmanager in diese Geschäfte verwickelt
sind.
Das Daimler-Desaster ist
eine Geschichte von der Arroganz der Macht, ein Lehrstück des Größenwahns. Letztlich
erzählt Jürgen Grässlin davon, wie ein von ungehemmtem Ehrgeiz und
Selbstüberschätzung getriebenes Management alles will und fast alles verliert. Den
Schaden haben die Aktionäre, die Mitarbeiter und die Kunden.
Jürgen Grässlin, geboren
1957, hat sich als Autor der einzigen Schrempp-Biografie und mehrerer Bücher über die
Automobil- und Rüstungsindustrie einen Namen gemacht. Jürgen Grässlin ist Sprecher der
Kritischen AktionärInnen DaimlerChrysler. Er lebt in Freiburg.
[Klappentext des Buches]
304 Seiten und 8 Seiten
Bildteil, gebunden 19,90 [D]
ISBN 3-426-27267-9
|