Vortrag mit Diskussion »Was kann und muss die Landespolitik tun,
um Schwerter zu Pflugscharen zu machen«



»Der Tod ist ein Meister – auch aus Freiburg
Wie rüstungsexportierende Unternehmen
in Baden-Württemberg durch Waffenexporte an
menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten
profitieren – und was wir dagegen tun können

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Grässlin

In den vergangenen Jahren steigerte Europameister Deutschland seine Waffenlieferungen auf ein erneutes Rekordniveau. Moralische Grenzen existieren nicht: Gewehre, Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Panzer und Militärelektronik wurden an kriegsführende und menschenrechtsverletzende Regime geliefert. Mit deutschen Waffen und Lizenzvergaben wird Öl ins Feuer der Kriege und Bürgerkriege in aller Welt gegossen.

Der Koalitionsvertrag unter der neuen christlich-liberalen Bundesregierung lässt auch zukünftig das Schlimmste befürchten. Neue Großaufträge aus den USA, Frankreich, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sichern die Profite der baden-württembergischen Rüstungsindustrie. Kriegsprofiteure sind die Stuttgarter Daimler AG, Heckler & Koch in Oberndorf und Freiburgs tödlichste Firma Northrop Grumman/LITEF.

Dabei hätte Deutschland aus den Opferzahlen der Vergangenheit lernen müssen. Allein die Direktexporte und Lizenzvergaben der Gewehre und Maschinenpistolen von Heckler & Koch haben bis heute mehr als 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet, eine weitaus größere Zahl von Opfern zeitlebens verstümmelt. Mit seinen Waffenexporten leisten gerade baden-württembergische Unternehmen Beihilfe zum
Massenmorden in aller Welt.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, startet die Friedensbewegung im Frühjahr 2011 die neue Kampagne »Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!«