Als kleines Mädchen ist Samiira in Somalia aufgewachsen, mitten im Bürgerkrieg. Dann kam der Tag, der ihr Leben veränderte, der Tag, an dem ihre Mutter
erschossen wurde. In der Türkei lebt Hayrettin, ein engagierter kurdischer Gewerkschafter. Dann kam der Tag, der alles veränderte, der Tag, an dem sein
Heimatdorf dem Erdboden gleichgemacht wurde. Samiiras und Hayrettins Familien wurden Opfer des Einsatzes deutscher G3-Gewehre. Dennoch haben sie es geschafft:
Beide haben studiert und ein neues Leben nach dem Krieg begonnen. Sie sind Mut machende Menschen in einer Welt der Gewalt.
Bis heute sind Schulausbildung und Studium in Somalia und Türkisch-Kurdistan angesichts der dort herrschenden Waffengewalt schwerlich möglich. Dass dies nicht
so sein muss, dass wir von Deutschland aus erfolgreich handeln und helfen können, zeigt Grässlin in seinem Vortrag.
Wie konnte es geschehen, dass in Deutschland entwickelte und in aller Welt produzierte Gewehre heute bei fast allen Kriegen und Bürgerkriegen im Einsatz sind?
Welche Auswirkungen hat der Einsatz dieser Waffen auf das Leben, auf die Schulbildung und die Studienchancen von Menschen in Somalia und in Türkisch-Kurdistan?
Warum müssen wir gegen deutsche Rüstungsexporte aktiv werden und welche konkreten Kampagnen bieten konkrete Ansatzpunkte?