am Samstag, den 13. Februar 2010, 13.00 bis 14.45 Uhr
im Alten Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, Freiburg
Die Filmemacherin Katja Duregger und ihr Team begleiteten den Friedensaktivisten Jürgen Grässlin 2009 bei einer Reise nach Türkisch-Kurdistan, wo mit Einsatz
von Heckler & Koch-Waffen Zehntausende von Kurdinnen und Kurden getötet wurden. Das G3-Gewehr in den Händen türkischer Sicherheitskräfte ist bis zum heutigen
Tag als Symbol der Unterdrückung der Kurden – schussbereit bei Militärkontrollen an Straßen und zur Abschreckung gegen friedliche Demonstranten.
Heckler & Koch – Deutschlands tödlichste Firma – und die Bundesregierung haben den Tod von mehr als 1,5 Millionen Menschen zu verantworten. Alle 14 Minuten
stirbt ein weiterer Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer H&K-Waffe. Der Film zeigt Protestaktionen gegen Heckler & Koch inmitten der Waffenstadt
Oberndorf.
Daimler/EADS ist Deutschlands führender Hersteller von Luftwaffensystemen, die selbst an kriegsführende Staaten und menschenrechtsverletzende Regime geliefert
werden. Katja Dureggers Film zeigt die Auseinandersetzung mit Dieter Zetsche – »Deutschlands größtem Waffenhändler« – auf der Daimler-Hauptversammlung in
Berlin.
Im Anschluss an den halbstündigen Film besteht Gelegenheit zur Aussprache mit Katja Duregger zur Entstehungsgeschichte und den Hintergründen des Films.
Jürgen Grässlin präsentiert die neue bundesweite »AKTION AUFSCHREI – Waffenexporte stoppen, Opfer entschädigen!« als
Nachfolgekampagne der »Waldkircher Erklärung gegen Rüstungsexport«.
Die gebürtige Stuttgarterin Katja Duregger studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Allgemeine Rhetorik, Literatur
und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Dokumentarfilm in Köln, Tübingen und Marburg. Sie besuchte die Dokumentarfilmschule der Filmwerkstatt Münster und
arbeitete lange beim Hörfunk. Seit 2000 ist sie als freiberufliche TV-Journalistin und Dokumentarfilmautorin tätig für den WDR,
HR, SWR, ZDF, 3SAT und
Arte.
Ihre Themenbereiche sind vielfältig und reichen von Musik über allgemeine gesellschaftliche Fragen bis hin zu einer kritischen Reflexion von Militär und
Rüstungsindustrie. Zu ihren aktuellen politischen Filmen zählen neben »Allein gegen die Waffenindustrie – Der Kampf des Jürgen Grässlin«
(Produktion: Bildersturm, Köln; Redaktion: Johanna Holzhauer) die TV-Dokumentationen »Nach dem Krieg« über den Einsatz von Uranmunition im ehemaligen
Jugoslawien und »Der Kampf gegen die Windräder«.
Weitere Informationen siehe www.kduregger.de
Jürgen Grässlin ist Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.), Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD), Sprecher des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) und Mitglied beim Freiburger FriedensForum. Er ist Autor einer Vielzahl kritischer Sachbücher über Rüstungs-, Militär- und Wirtschaftspolitik und Mitinitiator von Kampagnen gegen Rüstungsexport.
Veranstalter: RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), Fachkreis Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben (ORL), DFG-VK Ortsgruppe Freiburg und Freiburger FriedensForum
am Samstag, den 13. Februar 2010, 13.00 bis 14.45 Uhr
im Alten Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, Freiburg
Tagesordnung (für Mitglieder und Interessierte):
Über Ihre zahlreiche Teilnahme würden wir uns sehr freuen! Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das
RIB e.V., Stühlingerstraße 7, 79106 Freiburg, Tel. 0761-7678088,
www.rib-ev.de, rib@rib-ev.de